Portrait: die Lungenentzündung (Pneumonie)
Lungenentzündung, die (Subs., fem.)
(Lun| gen| ent| zün| dung)
Bei der Lungenentzündung ist hauptsächlich das Lungengewebe betroffen bzw. angegriffen. In der Regel entsteht die Pneumonie auf Grund einer bakteriellen Infektion, in einigen Fällen auch durch eine virale Infektion.
In der Lunge findet der Gasaustausch statt, sprich die Anreicherung des Bluts mit Sauerstoff und die Abgabe von Kohlenstoffdioxid. Wenn nun jedoch die Lunge gereizt ist, wird dieser Mechanismus gehemmt und es entstehen die üblichen Symptome.
Im Falle der bakteriellen Lungenentzündung sind dies also Schüttelfrost, eine erhöhte Körpertemperatur und Husten. Vor allem bei Kleinkindern kann es zu einer so genannten Zyanose kommen, was bedeutet, dass sich beispielsweise die Lippen (alternativ: Fingerkuppen, Zehen, …) aufgrund des Sauerstoffmangels blau färben.
Gefährlich ist eine Infektion durch Pneumokokken. Sollten diese Auslöser der Pneumonie sein, kann es sogar zu hohem Fieber bis zu 40°C kommen sowie einer akuten Atemnot, da die Pneumokokken das Lungenfell (Pleura) angreifen.
Die virale Pneumonie hat einen anderen Krankheitsverlauf.
Die Inkubationszeit beträgt 10 bis 14 Tage. Symptomatisch sind die Glieder- und Kopfschmerzen und der obligatorische Husten. Anders als bei der bakteriellen Erkrankung gibt es kaum Auswurf.
Eine Eigendiagnose ist für den Laien trotz eindeutiger Symptome nicht unbedingt möglich. Der Gang zum Arzt ist dafür notwendig, der das Herz sowie die Lunge auskultiert (abhört) und im Verdachtsfall ein Röntgen durchführt bzw. anordnet.
Jetzt haben wir also die Bestätigung: ich bin krank, leide an einer Lungenentzündung – was kann ich nun machen?
Im Vordergrund sollte die Schonung und die Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts stehen. Warme Getränke (Tee) wirken hier beruhigend auf den Hals-Rachen-Trakt.
Option Nr. 2 ist die antibiotische Behandlung durch den Arzt. Das geht allerdings nur, wenn die Erkrankung bakteriell bedingt ist.
Der vermutlich unglaublichste Weg der Infektion ist der Krankenhausaufenthalt. Hier beginnt die Infektion mit dem sog. staphylococcus aureus, dem “Krankenhaus-Keim” (MRSA).
Dieser Keim hat Resistenzen gegen das Penicillin gebildet, sodass der übliche Weg zur Behandlung der Pneumonie durch Breitbandantibiotika nicht funktioniert. Die Letalität bei auf Intensivstationen erworbenen Pneumonien liegt laut onmeda.de bei circa 50%.
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