Der Lehrgang neigt sich seinem Ende zu und ich denke, es ist ermüdend zu lesen, welches Thema wir wann behandelt haben.
Morgen steht der “große” Abschlusstest an (schriftlicher Teil, max. 60 Min.) und am Mittwoch der praktische Teil mit anschließender Fahrerschulung am Donnerstag (AV 21). Da ich der erste Prüfling am Mittwoch bin, habe ich dementsprechend viel freie Zeit, in der ich wohl nach Osnabrück fahre.
Ein abschließendes Fazit zum Drumherum (Zimmer, Essen, Material):
- Das Material an sich war in Ordnung – für 28 Schüler vielleicht etwas unterdimensioniert, aber funktionsfähig. Die manuelle Absaugpumpe…okay. Die Fernotrage scheint auch schon etwas in die Jahre gekommen zu sein und lässt sich dementsprechend auch händeln.
- Das Zimmer war ein kleiner Schock. Die wöchentliche Grundreinigung fand eigentlich nur nach Beschwerde bei der Schulleitung statt. Meine Lampe über dem Bett hing so gerade eben noch über dem Bett. Ansonsten aber ganz in Ordnung.
- Das Essen… Geschmackssache. Für die normalerweise zu zahlenden 6 Euro bekommt man verhältnismäßig wenig. Aber ich zahle es ja nicht.
Viel Abwechslung war nicht in der Auswahl.
Das war jetzt nur Kritik, im Großen und Ganzen gefiel es mir hier aber gut. Der Unterricht war in der Regel interessant und auch die Verbindung zur Praxis passte. Zwar durften wir nicht in die RettArena, aber das kann ja noch beim Abschlusslehrgang kommen. 
Im Endeffekt: zu empfehlen.
Am achten Tag haben wir den Zwischentest geschrieben – zu unsere Überraschung aber nur für uns und mit Kontrolle durch eine Person unserer Wahl. Wie zu erwarten war, haben den zwar alle bestanden, allerdings mit horrenden Punktezahlen.
Kann also nur besser werden.
Der neunte Tag des Lehrgangs begann erstmal mit… Warten. Unser Dozent, offensichtlich ein Gastdozent, konnte nicht erscheinen, weshalb wir das angesetzte Thema mit dem der nächsten Woche getauscht haben: das Bewegungssystem sowie Frakturen. Interessantes Thema, mit sehr interessanten Bildern. Ob diese zur Abschreckung dienten oder zum Aufzeigen des worst case… man weiß es nicht.
Freitag herrschte wieder Aufbruchstimmung – einmal kurz das Nierensystem und den Wasser-Elektrolyt-Haushalt und Reanimationstraining zur Überbrückung. Alles in allem ganz angenehm.
Die dritte Woche begann mit den ersten “richtigen” Notfällen, dem akuten Abdomen sowie diabetologischen Notfällen. Keine nennenswerten weiteren Ereignisse.
Heute gab es einen langen Exkurs in die Einsatztaktik, den BOS (Behörden der Ordnung und Sicherheit)-Funk mit anschließendem Planspiel. Fazit: wir sind (noch) alle, wie auch nicht anders zu erwarten, miese OrgL (organisatorischer Leiter Rettungsdienst).
Ohne praktische Erfahrung in Sachen ManV (Massenanfall an Verletzten) ist das auch ziemlich schwer, 11 Verletzte zu disponieren, die Feuerwehr nachzufordern, und und und.
Morgen ist wieder Zwischentest-Zeit. Der kann fast nur besser werden, wenn die Fragen nicht viel fieser werden. Und die erfreuliche Nachricht: ich kann bereits am 4.8. wieder nach Hause, da die Verabschiedung direkt nach der praktischen Prüfung erfolgt. Yippee, Zivilisation und Intensivstation, bald hast du und wirst mich (wieder)haben!
Nur Theorie geht ja auf “Dauer” (okay, es sind gerade einmal fünf Wochen) nicht.
Der Freitag war ziemlich kurz, war aber dennoch recht interessant: verschiedene Schockarten (Hypovolämie, Anaphylaxie, Neuro- und kardiogener Schock) und deren jeweilige Behandlung. Daher ging es schon um kurz nach 12 Richtung Heimat. Endlich wieder Zivilisation!
Der Wochenstart war wie schon der Freitag relativ kurzweilig, aber schon trockener: Rechtskunde und Infektion, z.B. der Umgang mit MRSA/ORSA-Patienten (multiresistener bzw. oxycillinresistenter staphylococcus aureus).
Hammerhart war jedoch das Thema heute: Airwaymanagement, Anästhesie (angeschnitten), und Lungenanatomie. Pure Theorie, acht Stunden lang mit kurzer Intubationspraxisübung (Wendl-, Guedel- und Larynxtuben). Da fällt es schwer zuzuhören, aber was sein muss, muss sein.
Morgen schreiben wir einen Zwischentest über alle bisherigen Themen. Ich bin gespannt, wie ich abschneiden werde.
Der Tag an sich war relativ unspektakulär – komplexes Thema, da muss ich noch etwas dran arbeiten.
Der Praxisteil bestand heute daraus, Injektionen vorzubereiten.
Und dann waren da natürlich noch die Monatspraktikanten, die in ihrer kurzen Zeit schon alles gesehen haben und natürlich Meister im Infusionenlegen sind und doch ohnehin schon alles wissen – und der Praktikant von OrgB, der meint, den NEF Fahrer von OrgA kleinmachen zu müssen, wohlgemerkt als allerkleinstes Glied der Kette mit 0,000 Befugnissen…
Mittlerweile sind die ersten drei Tage vorbei und ich kann bisher sagen: die Dozenten sind durch die Reihe bisher gut gewesen und mir gefällt es hier.
Bloß wo ist “hier”? Ich darf den Ort präsentieren: wir befinden uns in Niedersachsen, genauer gesagt in Nellinghof, ganz in der Nähe von Neuenkirchen-Vörden.
Leider hat dieser Ort einen großen Nachteil: ausser der Schule gibt es hier nicht viel, eigentlich gar nichts. Ist ja aber andererseits ganz gut: man kann sich auf den Stoff zu 100% konzentrieren.
Wurden wir am 1. Tag nur begrüßt und uns die Zimmer zugewiesen, ging es am nächsten Tag mit dem Unterricht los.
Und das war bisher reine Theorie: am gestrigen Dienstag stand alles über Haut, Zellen, Gewebe und Blut auf dem Plan. Auf den ersten Blick eine ganze Menge – die man aber nach einer Weile ganz gut überblickte.
Heute kam das Herz-Kreislaufsystem mit dazu gehörigem Praxisteil dran. Das bedeutet im Einzelnen: Blutdruckmessung, ein kurzer Überblick über das EKG und zu guter Letzt das Punktieren von Venen, nachdem wir gestern schon Infusionen vorbereitet haben.
Morgen geht es mit dem Thema “Nervensystem” weiter und am Freitag folgt noch der “Schock” – danach geht es über das WE nach Hause.
Unsere Klasse scheint aber überdurchschnittlich groß zu sein: 28 Schüler, wobei die Frauenquote bei 25% liegt – beachtlich und ganz angenehm.
Morgen geht es endlich los – seit dem 1.7. nun angestellt beginnt morgen um 14 Uhr der einmonatige Lehrgang zum RS.
Ich freue mich drauf – und werde ab und zu mal etwas schreiben.
Bis dahin.
Wie ich im letzten Blogartikel schon geschrieben habe – der Rettungsdienstbereich ist für mich völliges Neuland. Neben dem großen EH-Kurs habe ich nahezu keine Erfahrung (die ich mir natürlich jeden Tag weiter aneigne).
Da zwei Tage meistens nicht ausreichen, um zum einen die Wache näher kennen zu lernen, auf der ich mein nächstes Jahr verbringen soll, und zum anderen herauszufinden, wie mir die Arbeit liegt, habe ich mich entschlossen, ein einwöchiges Praktikum auf meiner zukünftigen RW zu machen. Dieses ist nun auch schon zur Hälfte rum und Bisher kann ich nur sagen: rein von dem Ereignissen und Abläufen, die ich bisher mitbekommen habe, bereitet es mir eine Menge Spaß. Natürlich, als Praktikant steht man oft im Weg rum, das ist mir selber bewusst – doch anders lässt es sich ja nicht herausfinden, ob einem ein bestimmter Beruf liegt und da gehört das nun mal dazu. In kritischen Situationen bereitet man eben schon mal die Trage vor, während sich die Besatzung um den Patienten kümmert.
In den bisherigen drei der insgesamt fünf Tage sind die Einsätze schon durchaus gemischt gewesen: von Fehleinsätzen (AH verlegt kurzfristig Termin, Lst wurde nicht informiert) über Dialyse-Fahrten (KH -> Dialyse, <1km) bis hin zu bewusstlosen Personen mit RTW+NEF Einsatz.
Vor allem bei letztgenanntem Fall habe ich einige Eindrücke gewinnen können, die mir gezeigt haben, dass es unerlässlich ist, dass die Kommunikation und Arbeit im Team das A und O ist.
Gestern war ein eher ruhiger Tag – einen Einsatz in acht Stunden und heute fast ausschließlich KTW-Fahrten (mit RTW), da der KTW auf dem Weg nach xy-Stadt in 100km Entfernung war… mehrere Male. So durften die RTW auf der Wache durch die Stadt pendeln.
Ich bin gespannt, was mich noch erwartet – zwei mal acht Stunden warten noch auf mich.
Was ist ein Schülerferienticket?
Mit dem Schülerferienticket können Schüler (je nach Bundesland auch Studenten) für einen Festbetrag (zwischen 19 und 50 Euro) die ganzen Sommerferien mit Nahverkehrszügen durch ihr Bundesland fahren und es so erkunden. Genaue Beförderungsbedingungen findet man auf den Seiten der Betreiber (Klick auf “hier” in der Spalte Details)
Oft liegen den Tickets auch Gutscheinhefte bei, mit denen man vergünstigt in Parks, Kinos, etc. hineinkommt.
Hier ist eine kleine Übersicht der Tickets (Stand: 16. Juni 2010):
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Zumindest glauben das viele Leute.
Ich mache Fotos auf Partys hier in der Umgebung – ehrenamtlich und ohne Bezahlung. Ich mag das, ich bin ungebunden und gehe dort hin, wo es mir Spaß macht. Das ist auch alles gut und schön.
Wenn ich knapp 200 Fotos auf einer vollen Party mache, kommen davon meistens 50% online, da nur diese gut aussehen und wenige Mängel aufweisen.
Im Nachhinein bekomme ich trotzdem haufenweise Mails wie folgende:
“Hey, wir haben doch viel mehr Fotos gemacht, bekomme ich xy, xy2 und xy3 auch noch? Wäre echt nett.
Lg [Name]“
Bei so einer nett geschriebenen Email schicke ich die Fotos doch gerne zu, ist ja schließlich für den privaten Gebrauch. Aber
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